In Zusammenarbeit mit Greenpeace

Die Zerstörung des brasilianischen Regenwalds

BIRDWATCHERS_05Der Amazonas-Regenwald ist größer als Westeuropa und damit der größte tropische Urwald der Erde. Er gehört auch zu den artenreichsten: Wissenschaftler schätzen, dass dort rund die Hälfte aller an Land lebenden Pflanzen- und Tierarten vorkommen. Durch die Evolution hat sich der Amazonas-Regenwald in tausenden von Jahren zu einem einzigartigen Lebensraum entwickelt: Auf einem Hektar finden sich oft mehr Baumarten als in ganz Europa. Ein einzelner Baum beherbergt bis zu 70 Ameisenarten. Viele Pflanzen- und Tierarten sind voneinander abhängig und könnten ohne einander nicht existieren. Im brasilianischen Amazonas-Gebiet leben außerdem über 400 indigene Bevölkerungsgruppen: Rund 180.000 Menschen folgen ihrer traditionellen Lebensweise. Für sie ist der Urwald Wohnzimmer, Küche und Apotheke zugleich.

Urwaldzerstörung in Amazonien – oft illegal

BIRDWATCHERS_12Der Amazonas-Urwald ist in Gefahr. Circa 1000 Pflanzen- und Tierarten sind heute vom Aussterben bedroht. Bis August 2004 wurden innerhalb eines Jahres über 26.000 Quadratkilometer abgeholzt – eine Fläche von sechs Fussballfeldern pro Minute. Das ist die zweithöchste Abholzungsrate aller Zeiten. Bis 1970 wurde lediglich ein Prozent des Amazonas zerstört. Inzwischen sind bereits über 15 Prozent dieses Urwaldes verloren. Forscher gehen davon aus, dass sich der Amazonas-Regenwald zur Steppe umwandeln wird, sollten erst einmal mehr als 40 Prozent zerstört sein. Die Holzmafia in Brasilien schlägt rund 90 Prozent des Holzes illegal ein. Die zweite große Bedrohung des Urwaldes ist die Sojabohne. Riesige Flächen werden gerodet, um Soja anzubauen. Dazu werden viele Eingeborene vertrieben oder erpresst. Sogar Mord und Sklaverei sind an der Tagesordnung.

Eine Bohne zerstört den Regenwald

Die Tage, an denen sich Milchkühe ausschließlich von Heu, Gras und frischem Klee ernähren, sind vorbei. Die eiweißhaltige Sojabohne ist heute ein wichtiger Rohstoff für die Tierfutterindustrie. Egal ob Schwein, Kuh oder Federvieh – zur Tierfütterung werden große Mengen Soja nach Deutschland importiert. Die Soja stammt häufig aus den USA, Argentinien und Brasilien.

Mit der zunehmenden Nachfrage der Verbraucher nach Fleisch steigt auch die Nachfrage nach Soja. Allein die Importe von Brasilien nach Deutschland haben sich in den vergangenen vier Jahren verdoppelt. Doch auch Fleischimporte sind auf dem Vormarsch, und deutsche Supermärkte bieten brasilianisches Rind und Geflügel an. Dabei ist der deutsche Markt keine Ausnahme. Es entstehen neue, rasant wachsende Märkte zum Beispiel in China, Russland und den arabischen Ländern. Unser Fleischkonsum braucht Fläche: riesige Felder zum Anbau von Sojabohnen. So fressen sich die landwirtschaftlich genutzten Gebiete in Brasilien immer weiter in den Amazonas-Urwald hinein und zerstören das einzigartige Ökosystem. Mehr als ein Viertel des Urwalds, der im Jahr 2004 in Amazonien vernichtet wurde, geht auf das Konto der Sojaproduzenten. Nur großflächige Schutzgebiete können den Vormarsch der Monokulturen in das Herz Amazoniens verhindern.

Für weitere Hintergrundinformationen besuchen Sie www.greenpeace.de

 

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